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CDU geht mit Werner Groß ins Rennen
Vornominierung Bürgermeister der fusionierten Verbandsgemeinde ist Ziel – Gemeindeverbände Braubach und Loreley vereint
Von unserem Redaktionsleiter Michael Stoll
M Kestert. Werner Groß will Bürgermeister der neu zu bildenden
Verbandsgemeinde Braubach-Loreley werden. Dieses Ziel untermauerten die Mitglieder des wenige Minuten zuvor neu gegründeten CDU-Gemeindeverbandes Braubach-Loreley einstimmig auf einer Versammlung im Kesterter Hotel
„Zur Krone“. Kreisvorsitzender Matthias Lammert wertete das Votum als ein „Signal der Geschlossenheit“. Der mit dieser Entscheidung beginnende Kommunalwahlkampf werde „kein Spaziergang“, doch die
von der rot-grünen Landesregierung ins Abseits beförderte Planung einer Mittelrheinbrücke bei St. Goarshausen – laut Lammert „eine politische Sauerei“ – dürfe bis zur Wahl eines neuen
Verbandsgemeinderates und Bürgermeisters am 3. Juni 2012 nicht in Vergessenheit geraten und vor allem nicht jenen zugutekommen, „die das zu verantworten haben“.

CDU-Vorschlag für das Amt des Bürgermeisters: Werner Groß
Eigene Anhänger mobilisieren
Werner Groß ist seit zehn Jahren Bürgermeister der Verbandsgemeinde Braubach. Vor zwei Jahren wurde der heute 45-Jährige
wiedergewählt. Er ist verheiratet, hat drei Kinder. In seiner Vorstellungsrede sprach Groß von der CDU als „die Kraft in der neuen
Verbandsgemeinde“. Um dies zu untermauern, will der Kandidat ein „kleines, aber feines Wahlkampfteam“ bilden, weiß aber auch
den Vorstand des neuen CDU-Gemeindeverbandes hinter sich. Dabei spiele die Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft eine wichtige Rolle.
„Ich habe zusammen mit meinem Bürgermeisterkollegen Dieter Clasen von der Loreley seit Jahren an der Fusion der beiden
Verbandsgemeinden gearbeitet“, erklärte Groß, „jetzt will ich das auch gestalten, was wir gemeinsam begonnen haben.“ Der
Kandidat empfahl sich der Versammlung als kommunalpolitischer Pragmatiker. Seine Ziele: Bürgernähe und starker Service der
Verwaltung; eine geordnete, fließende Zusammenführung der beiden Rathäuser und Werke gerade auch in Personalfragen; die
bessere Vermarktung touristischer „Leuchttürme“ in der künftigen Verbandsgemeinde von der Marksburg über die Loreley bis zum Pfalzgrafenstein; eine stärkere Förderung der heimischen Wirtschaft.
Wie der alte Adenauer ...
Locker vom Hocker bekannte Groß nach seiner einstimmigen Kür, dass er „wie der alte Adenauer“ für sich selbst votiert hat. Und
auch über das Foto, das per Beamer an die Rückwand des Saals geworfen wurde und ihn noch in jüngeren Jahren zeigte, konnte er
nur schmunzeln. Rein formal war seine Aufstellung am Mittwochabend nur ein Vorschlag; auf einem offiziellen Nominierungsparteitag wird der Kandidat dann tatsächlich gewählt.
Der Kandidatenkür vorausgegangen war der Zusammenschluss der beiden zuvor selbstständigen CDU-Gemeindeverbände
Braubach und Loreley. Deren Mitglieder tagten zunächst in verschiedenen Sälen, um sich offiziell aufzulösen. Was dann auch in
beiden Fällen einstimmig geschah. 54 Mitglieder waren nun insgesamt anwesend, sie votierten einstimmig für die Neugründung des
CDU-Gemeindeverbandes Braubach-Loreley. Zum Vorsitzenden wählten die Christdemokraten Jens Güllering (Kestert),
gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende sind Hartmut Hülser (Kamp-Bornhofen) und Gottfried Göttert (Weisel). Die Kasse
führt Christian Stein (Kestert), zu Beisitzern wurden Manfred Baumert (St. Goarshausen), Björn Dennert (Braubach), Tobias Diehm
(Osterspai), Birgit Klein (Prath), Julia Koch (Dahlheim), Marlene Kuhn (Weyer), Joachim Müller (Braubach), Markus Ring
(Dachsenhausen), Hermann-Josef Schultes (Osterspai) und Reinhard Stritter (Dachsenhausen) gewählt.
Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Freitag, 30. September 2011, Seite 17
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